Autark und Leistungsstark
Die Hohlkörperblastechnik

- Grundschema von einem Schlauchkopf und einem Blaswerkzeug.
In der Kunststoffverarbeitung werden sehr unterschiedliche Verfahren eingesetzt. Für die Herstellung thermoplastischer Verpackungsartikel bedient sich rose plastic der Blasform- und Spritzgiess-Technologie. Mit der Hohlkörperblastechnik können Flaschen, Kanister, Fässer, aber auch Verpackungshülsen und technische Blasteile hergestellt werden. Beim Hohlkörperblasen wird Kunststoffgranulat in einem Extruder geschmolzen und durch einen Schlauchkopf gedrückt. Eine Dornspitze, Torpedo genannt, gibt dem erwärmten Kunststoffmaterial den Querschnitt eines Kreisringes.
Durch die kontinuierliche Förderung des Extruders tritt am unteren Ende des Schlauchkopfes ein plastischer Schlauch aus, der eine Temperatur von circa 180°C hat. Danach schwenkt das geschlossene Blaswerkzeug, und der eingequetschte Schlauch wird mit Druckluft an die Außenkontur des Blaswerkzeuges gedrückt. Der zuvor noch dickwandige Kunststoffschlauch wird durch diesen Vorgang um ein Vielfaches gedehnt, so dass sehr dünnwandige Behältnisse entstehen. Die wassergekühlte Blasform führt die Wärme des Kunststoffschlauches rasch ab. Ist der Kühlvorgang beendet, öffnet sich das Blaswerkzeug, und das Blasteil kann entformt werden. Je nach Anforderung wird jetzt das Produkt in einer Übergabestation weiterverarbeitet. Bei Teilen, die einer Nachbearbeitung nicht bedürfen, trennen Sortiergeräte den Abfall. Die Fertigprodukte können nun direkt in die entsprechenden Versandbehältnisse abgepackt werden. Je nach zu produzierender Stückzahl wiederholt sich dieser Ablauf.



